Gärtnerei Strickler
Wildrosen und historische Rosen

Wildrose und Historische Rose für den Naturgarten


Single Red, - Bibernell-Rose

Eine Rosenhecke aus Rosa villosa, Rosa rubiginosa, Rosa glauca, Rosa majalis und Rosa gallica bringt eine üppige Rosenblüte und im Herbst viele Hagebutten. Historische Rosen oder Alte Rosen  verleihen unseren Gärten etwas von dem Charme vergangener Zeiten.


Complicata - Essig-RoseOb einheimische Rosen für eine Rosenhecke mit üppigem Fruchtbehang,
den Hagebutten im Herbst oder Kletterrosen für die Hauswand,
Damaszener- und Alba-Rosen für den Duft
Gallische Rosen für den Bauerngarten

... die Rosenvielfalt ist riesengroß.


 

Was sind Wildrosen?

Rosa tomentella (obtusifolia) - Flaum-Rose, Stumpfblättrige Rose

Alle heimischen Gehölze der Gattung Rosa gehören dazu. Das sind mehr als 30 Arten und noch viel mehr Unterarten. Da sich die Wildrosenarten gerne untereinander kreuzen, entstehen immer noch neue Unterarten. Unsere Rosenexperten sammeln das Saatgut an ausgewählten Standorten. In unserer Gärtnerei werden sie dann innerhalb von 3 Jahren zu 40-80 cm großen Pflanzen kultiviert. Dies geschieht in speziellen Erden und nach den Bioland-Richtlinien, so dass widerstandsfähige Gehölze mit großem Wurzelballen heranwachsen. So bekommen Sie garantiert gesunde heimische Arten und keine fremdländische überdüngte Importware.


Warum Wildrosen pflanzen?

Blassrote Kriech-RoseRosen gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Doch die Enttäuschung ist bei vielen Gartenbesitzern groß, wenn sie nicht duften, von Blattläusen befallen werden oder heikel in der Pflege sind. Dazu muss man wissen, dass die meisten gezüchteten Rosensorten gefüllte und damit sterile Blüten haben, die selten wirklich duften und, was besonders enttäuschend ist, weder Bienen noch Schmetterlinge anlocken.

Wildrosen hingegen bieten Mensch und Tier einfach alles: Duft und Pflegeleichtigkeit für uns, Nektar und Hagebutten für die Tierwelt. Eine freiwachsende Wildrosenhecke erzeugt zudem eine traumhafte Atmosphäre durch ihre Blütenpracht im Frühsommer und die Fülle des Fruchtbehangs dient außerdem der Tierwelt bis weit in den Winter hinein als Futter.

Provence-Rose - Rosa centifolia A Fleurs Doubles

 

Was ist der Unterschied zu historischen Rosensorten?

Dies sind Sorten, die schon vor hundert und mehr Jahren durch Züchtung in Farbe und Anzahl der Blütenblätter verändert wurden, ohne jedoch ihre Fortpflanzungsfähigkeit zu verlieren. Sie duften meist intensiver und behalten ihre Blüten länger als die wilden Verwandten. So lässt sich in der Kombination von historischen Rosen mit Wildrosen die Blütezeit solch einer Hecke noch zusätzlich verlängern.


Wie pflanzt man eine Wildrosenhecke?

Rosa rubiginosa - Wein-RoseFast alle Rosen bevorzugen normale bis magere, auch lehmige Gartenböden in vollsonniger Lage. Doch auch für halbschattige Lagen gibt es geeignete Arten und Sorten. Den Boden kann man anpassen, indem man z.B. bei feuchten Bedingungen einen kleinen Hügel aufschüttet oder mit Sand abmagert.
Eine frei wachsende Wildrosenhecke braucht Platz, 2 bis 3 Meter Breite sollte man den Pflanzen schon gönnen. Da die meisten Arten sehr viele Stacheln haben und auch leicht überhängend wachsen, muss man den Standort gut planen. Es gibt aber auch Arten, die sich für kleine Gärten eignen.
Wildrosen werden von uns immer in großen Töpfen geliefert (Containerware), so dass sie das ganze Jahr über gepflanzt werden können. Das Pflanzloch muss nicht viel größer als der Topf sein. Setzen Sie die Pflanze etwas tiefer, wie sie im Topf saß und gießen Sie danach gut an. 

Achtung! Wildrosen nie düngen, sonst blühen sie nicht.


Wie groß ist der Pflegeaufwand für Wildrosen?

In der Regel hat man die ersten 10 Jahre überhaupt keinen, dann kann es ggf. nötig sein, einzelne Sträucher radikal herunterzuschneiden ("auf den Stock setzen"). Danach treibt das Gehölz wieder neu aus und bekommt seine natürliche Wuchsform wieder (was bei dauerndem "Herumschnippeln" nicht der Fall ist). Einzel stehende Sträucher kann man auch auslichten, indem man alte Triebe direkt am Boden abschneidet.

Einen Massenbefall mit Insekten muss man bei Wildrosen nicht befürchten, denn die passenden Nützlinge stehen meist bereits "in den Startlöchern".


Kann man Wildrosen auch in kleinen Gärten pflanzen?

Rosa pimpinellifolia repens - Kriechende Bibernell-RoseEs gibt eine Vielzahl von klein bleibenden Arten und Sorten, die sich auch für kleine Hausgärten eignen. Soll es eine niedrige Rose auf einer Mauerkrone sein, wird man auf bodendeckende Wildarten zurückgreifen. Bei wenig Platz kann aber auch eine Kletterrose ans Spalier an der Hauswand pflanzen. Kleine Arten kann man sogar im Kübel halten und zum Bepflanzen alter Bäume eignen sich rasch kletternde Rambler-Rosen mit Wildrosencharakter.


Welche Wildrose passt zu mir?

Rosa pimpinellifolia repens - Kriechende Bibernell-RoseIst der Standort für die Rose und die passende Wuchsform gewählt, sollten Sie sich nach Ihrer Farbvorliebe und der gewünschten Blühzeit richten. Aber auch die Farbe der Hagebutten (schwarz, rot, orange) kann ein Auswahlkriterium sein, ebenso wie der Duft. Wildrosen riechen zwar alle ähnlich, aber unterschiedlich intensiv. Wenn Sie in der Wildrosenliste keine passende finden, schauen Sie sich unter den Historischen Rosen um.


 

Was sind Historische Rosen?

Goldbusch Wein-RoseDies sind meist Kreuzungen heimischer Rosen mit Damaszener-Rosen bzw. mit Alba-Rosen. In späterer Zeit wurden auch chinesische Rosen wegen der längeren Blütezeit mit eingekreuzt. Manche Rose ist auch spontan in Gärtnereien aufgetreten und wurde dann weiter vermehrt.


Warum werden Historische Rosen veredelt und nicht über Stecklinge vermehrt?

Rosa gallica Scharlachglut - Gartenform der Essig-RoseVeredeln ist ebenso wie auch die Stecklingsvermehrung eine Technik, die seit Jahrhunderten in Gärtnereien angewendet wurde. In der Praxis hat sich das Veredeln als die sicherste Methode erwiesen.

Das Wuchsverhalten von veredelten Rosen können Sie selbst steuern: Pflanzt man die Veredelung 10-15 cm tief in die Erde, wird die Rose, wenn sie dazu in der Lage ist, auch eigene Wurzeln treiben. Es kann dann aber passieren, besonders bei den Bibernellrosen, daß diese sehr starke Ausläufer bilden und die können dann auch mal lästig werden. Will man dies nicht pflanzt man die Veredelung nur knapp unter die Erdoberfläche.

Rosa moschata Hybr. Moonlight - Moschus-RoseDie von uns verwendeten Veredelungsunterlagen "Rosa corymbifera laxa" treibt fast nie Triebe aus der Wurzel aus. So fällt auch das lästige Wegschneiden der Wildtriebe nicht an.

Bei vielen Rosensorten ist die Veredelung die einzige Vermehrungsart, die auch ohne großen technischen und chemischen Aufwand funktioniert


Pflanzenzusammenstellungen

 2007   Paket 1.05 Wildrosenhecke
39111   Paket 1.10 Historische Rosen für Bauerngärten
39112   Paket 1.11 Dornröschenhecke
41695   Paket 1.12 Duftrosenhecke mit Unterpflanzung
 3052   Paket 4.16 Rosenbegleitende Stauden
 3077   Paket 6.02 Bibernellrose (sonnig-trocken)
 3078   Paket 6.03 Rotblättrige Rose (sonnig-trocken)
 3084   Paket 6.07 Zimtrose (halbschattig)